Projekt i-DREAMS

Teilnehmende für Fahrsimulatorexperimente und Feldtests gesucht

i-DREAMS rettet Leben, indem es Fahrer in der Sicherheitstoleranzzone hält

Mehrere Faktoren des Fahrerzustands wirken sich negativ auf die Verkehrssicherheit aus, z. B. Ablenkung (intern -im Fahrzeug- oder extern), Müdigkeit und Schläfrigkeit, gesundheitliche Probleme (z. B. Krankheit, Gebrechlichkeit, kognitiver Zustand) und extreme Emotionen (z. B. Angst, Stress, Ärger). Außerdem gehören Unterschiede in soziokulturellen Faktoren immer noch zu den wichtigsten Determinanten des Risikos im Straßenverkehr. Gleichzeitig ermöglichen technologische Entwicklungen den einfachen Zugang zu massiven und detaillierten Fahrerleistungsdaten. So sammeln neue im Fahrzeug eingebaute und tragbare Sensoren detaillierte Fahrstil- und Kontextdaten. Deshalb gibt es neue Möglichkeiten für die Erfassung und Gestaltung von maßgeschneiderten Interventionen, um die Risiken zu verringern, das Bewusstsein zu erhöhen und die Leistung des Fahrers zu verbessern, und zwar ständig und dynamisch. Die optimale Nutzung dieser Möglichkeiten ist die Herausforderung, der i-DREAMS gegenübersteht.

Das Ziel dieses Projekts ist es, einen Rahmen für die Definition, Entwicklung, Erprobung und Validierung einer kontextabhängigen "Sicherheitstoleranzzone" für das Fahren zu erstellen. Dies geschieht durch ein intelligentes Fahrer- und Straßenumfeld Bewertungs- und Überwachungssystem[1] (i-DREAMS). Anhand von Hintergrundfaktoren des Fahrers und Echtzeit-Risikoindikatoren sowie Indikatoren für die Komplexität der Fahraufgabe überwacht und bestimmt eine regelmäßige Echtzeitbewertung, ob sich ein Fahrer innerhalb der akzeptablen Grenzen des sicheren Betriebs (d.h. der Sicherheitstoleranzzone) befindet. Außerdem werden sicherheitsorientierte Interventionen entwickelt. Mit anderen Worten: Einerseits bietet die i-DREAMS-Plattform eine Reihe von Interventionen im Fahrzeug an, um zu verhindern, dass der Fahrer zu nahe an die Grenzen des unsicheren Betriebs herankommt, und um ihn während der Fahrt wieder in die Sicherheitstoleranzzone zu bringen. Andererseits ermöglicht i-DREAMS die Implementierung von Post-Trip-Interventionen, um den Fahrer zu motivieren und zu befähigen, eine entsprechende sicherheitsorientierte Einstellung zu entwickeln. 

[1] smart Driver and Road Environment Assessment and Monitoring System (i-DREAMS)

Eine transeuropäische Aktion zur Datenerfassung 

Dieser konzeptuelle Rahmen wird in Fahrsimulatorexperimenten und drei Phasen von Feldtests in Belgien, Deutschland, Griechenland, Portugal und Großbritannien mit über 600 Teilnehmern (Pkw-, Bus-, Lkw-, Straßenbahn- und Zugfahrer) getestet. TUMkonzentriert sich auf den Pkw-Bereich und ist verantwortlich für:

(1) die Organisation der Simulatorexperimente sowie der Feldtests; 

(2) die erfolgreiche Durchführung der Simulatorexperimente sowie der Feldtests; und 

(3) die Verarbeitung und Integration der gesammelten Daten unter Verwendung von Big-Data-Analytik.

Eine Zusammenarbeit von Forschung und Industrie

Das interdisziplinäre i-DREAMS-Konsortium besteht aus technischen Universitäten (U. of Hasselt, Belgien; National Technical University of Athens, Griechenland; Loughborough U., UK; TUM; U. of Maribor, Slowenien; TU Delft, Niederlande) und Forschungszentren (Kuratorium für Verkehrssicherheit, Österreich), sowie Technologieunternehmen (OSEVEN, Griechenland; DriveSimSolutions, Belgien; CARDIOID, Portugal), einem Busbetreiber (BARRA, Portugal) und Interessenvertretungen (European Transport Safety Council, Belgien; POLIS, Belgien).

Rekrutierung im Gange: Möglichkeiten, Teil von i-DREAMS zu sein!

Derzeit werden Fahrer sowohl für Fahrsimulatorexperimente als auch für Feldtests rekrutiert. Der Fahrsimulator ahmt die Fahrerkabine eines Autos nach. Auf diese Weise können wir das Sicherheitssystem in einer sicheren und kontrollierten Umgebung testen. Für Feldtests werden Naturalistic-Driving-Methoden (ND) angewandt, bei denen die Autofahrer über längere Zeiträume von elektronischen Datenerfassungseinheiten im Fahrzeug und tragbaren Geräten beobachtet werden.

Sie können zum Verkehrssicherheitsforschungsprojekt i-DREAMS beitragen, indem Sie sich um die Rekrutierung bewerben!

Weitere Informationen zu den Experimenten finden Sie unter den folgenden Links:

https://www.bgu.tum.de/tse/forschung/projekte/idreams/rekrutierung-fuer-fahrsimulatorstudie/

https://www.bgu.tum.de/tse/forschung/projekte/idreams/rekrutierung-der-fahrer-fuer-feldtest/

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, bewerben Sie sich direkt hier:

https://wiki.tum.de/pages/viewpage.action?pageId=659064261 

https://wiki.tum.de/pages/viewpage.action?pageId=717062811

Bei Fragen wenden Sie sich bitte per E-Mail an uns:  idreams@tse.bgu.tum.de