Festgesteins-Labor

Verantwortlicher: Dr. Heiko Käsling

Das Festgesteinslabor steht den Mitgliedern des Lehrstuhls für Forschung und Untersuchungen an dauerhaft und veränderlich festen Festgesteinsproben zur Verfügung. Kernstück des Labors sind die Prüfapparaturen zur Festigkeitsuntersuchung, wie die kraft-/verformungssteuerbare ToniNorm-Druckprüfanlage mit je einem 2000 kN und 200 kN-Prüfrahmen oder die sowohl stationär als auch mobil einsetzbaren Point-Load-Geräte. Für die Verchleißbeurteilung steht ein Cerchar-Abrasivitäts-Prüfgerät zur Verfügung. Im Rahmen der Festgesteins-Untersuchung werden aber vermehrt auch mineralogisch-petrographische Methoden, wie Dünnschliffmikroskopie, Rasterelektronenmikroskopie oder Röntgendiffraktometrie eingesetzt.

Durchführbare Versuche:

Prüfkörperformatierung
mit Standbohrmaschine, Gesteinssäge, Tellerschleifmaschine

Einaxialer Druckversuch
mit digitaler Aufzeichnung von Längs- und optional Querverformung
zur Bestimmung der einaxialen Druckfestigkeit UCS, elastischer Eigenschaften (E-Modul, Poisson-Zahl) und spezifischen Zerstörungsarbeit Wz (nach THURO)

Punktlastversuch
zur mittelbaren Bestimmung der Druckfestigkeit oder Spaltzugfestigkeit
an Würfeln, Zylindern oder unregelmäßig geformten Prüfkörper

Spaltzugversuch
an zylindrischen Prüfkörpern

Cerchar-Abrasivitätsversuch
Bestimmung des Cerchar-Abrasivitätsindex (CAI) zur Bewertung der Gesteinsabrasivität

Petrographisch-mineralogische Untersuchungen
Herstellung und Auswertung von Dünnschliffen
Qualitative und quantitative Auswertung des Mineralinhalts in Dünnschliffen
Bestimmung des Äquivalenten Quarzgehalts
Bestimmung von Verschleißindices (VHNR, Schimatzek-Index, modifizierter Schimatzek-Index)
Fotodokumentation
Untersuchungen mit dem Rasterelektronenmikroskop
Halbquantitative Untersuchungen mit Röntgendiffraktometrie

Kristallisationsversuch
mit Glaubersalzlösung zur Beurteilung der Verwitterungsbeständigkeit nach DIN 52111