Prof. Dr. Kurosch Thuro – Lebenslauf

Kurosch Thuro hat von 1983 bis 1989 an der TUM Geologie mit Vertiefung Ingenieur- und Hydrogeologie studiert. Danach arbeitete er dort als Assistent und promovierte 1995. Für seine Dissertation zur Bohrbarkeit im konventionellen Tunnelvortrieb erhielt er 1995 den Leopold-Müller-Preis von der Österreichischen Gesellschaft für Geomechanik. Im Frühjahr 1999 wechselte er von der TUM an die ETH Zürich als Oberassistent. Es folgte 2002 die Habilitation an der ETH und an der TU München. Im Januar 2004 nahm er einen Ruf an die TU München auf den Lehrstuhl für Ingenieurgeologie an, den er seitdem leitet.

Seine Interessen in der Forschung gelten dem Tunnelbau, insbesondere Problemen der Gebirgslösung (Leistungs- und Verschleißprognose beim konventionellen und maschinellen Vortrieb), und den Hangbewegungen, von der Kartierung der Phänomene über das Monitoring bis hin zu deren Modellierung und zum Risikomanagement. Zur Zeit laufen an seinem Lehrstuhl etwa 15 Doktorarbeiten, seit 2006 wurden 16 Promotionen abgeschlossen, bei 12 weiteren Doktorarbeiten war er Ko-Referent.

 

Für ihn gehören Labor und Gelände ebenso zusammen wie Forschung und Lehre. Er ist Vorsitzender des Master-Prüfungsausschusses Ingenieur- und Hydrogeologie und für die ingenieurgeologischen Lehrveranstaltungen im Bachelor und Master verantwortlich. Zusätzlich hat er einen Lehrauftrag an der ETH Zürich im dortigen Master Ingenieurgeologie.

 

Kurosch Thuro ist Vorstandsmitglied der Fachsektion Ingenieurgeologie der Deutschen Gesellschaft für Geotechnik (DGGT) und aktives Mitglied in mehreren Arbeitskreisen für Versuchstechnik, Lehre & Ausbildung in der Ingenieurgeologie sowie der Tätigkeit von Sachverständigen. Er ist Redaktionsmitglied mehrerer wissenschaftlicher Fachzeitschriften (z.B. Geomechanik & Tunnelbau, Austrian Journal of Earth Sciences).

 

Derzeit ist er Mitglied des akademischen Senats der TUM und Sprecher des Münchner GeoZentrums, einem Zusammenschluss der beiden Münchner Universitäten LMU (Ludwig-Maximilians-Universität München) und TUM auf dem Gebiet der Geowissenschaften.