Gemeinschaftlich nachhaltig bauen: Ökologische Untersuchung des genossenschaftlichen Wohnbauprojektes wagnisART

Auftraggeber

Wohnbaugenossenschaft wagnis eG
gefördert durch die Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Laufzeit

2013-2016

Beteiligte Lehrstühle/ Projektpartner

Wohnbaugenossenschaft wagnis eG

  • Elisabeth Hollerbach, Projektleitung
  • Jörg Knorre, PAG Nachhaltigkeit

bogevischs buero architekten & stadtplaner GmbH

  • Dipl.-Ing. Julius Klaffke
  • Dipl.-Ing. Rainer Hoffmann
  • Dipl.-Ing. Cornelia Müller

Schindler | Hable Architekten GbR

  • Dipl.-Ing. Walter Hable
  • Dipl.-Ing. Udo Schindler

henke rapolder frühe Ingenieurgesellschaft mbH

  • Dipl.-Ing. Thomas Linder
  • Dr.-Ing. Peter Henke

Energie System Technik GmbH

  • Dipl.-Ing. Michael Brünner
  • Dipl.-Ing. Michael Wittmer
  • Dipl. Wirtsch. Phys. Stefan Moosreiner

Technische Universität München | Lehrstuhl ENPB 

  • Prof. Dr.-Ing. Werner Lang
  • Dipl.-Ing. Patricia Schneider-Marin

Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr
SachgebietTechnische Angelegenheiten des Wohnungsbaus, Experimenteller Wohnungsbau

  • Dipl.-Ing. Karin Sandeck
  • Dipl.-Ing. Florian Plajer

Kurzzusammenfassung

Das Projekt wagnisART ist in vielerlei Hinsicht ein Ausnahmeprojekt: Nicht nur in seiner Architektur, sondern auch im partizipativen Planungs­prozess und in seinen ambitionierten Zielen der Nachhaltigkeit hat es einen beispielhaften Weg verfolgt. Das Projekt wurde vom Lehrstuhl  ENPB zur Untersuchung und Unterstützung der gesetzten Nachhaltigkeitsziele wissenschaftlich begleitet.

So wurden die „graue Energie“ und CO2-Emissionen berechnet, um sie für zukünftige Projekte zur Verfügung zu stellen. Daraus ergab sich ein hoher Anteil des Tragwerks an Energiebedarf und Emissionen und ein trotz des hohen Energiestandards (Passivhaus) großer Einfluss der Betriebsphase. Die Berechnungen wurden daher durch Vergleichsberechnungen ergänzt, in denen u.a. untersucht wurde, wie viel Energie und Emissionen ein Tragwerk aus Holz einspart oder welchen Einfluss Fassadenmaterialien und Energiestandards haben. Sinn und Zweck dieser Untersuchungen ist herauszufinden, wo im Planungspro­zess Informationen notwendig sind, um nachhaltig handeln zu können. Wenn rechtzeitig Entscheidungsgrundlagen zur Verfügung stehen, können in zukünftigen Projekten die Aus­wirkungen bestimmter Entscheidungen auf die Zukunftsfä­higkeit besser eingeschätzt und positiv beeinflusst werden.

Weniger quantifizierbar, deswegen aber nicht minder relevant, sind die sozialen Aspekte der Nachhaltigkeit. Diese werden von wagnisART in beispielhafter Weise erreicht. Nicht zuletzt liegt dies an der langen Vorlaufzeit des Projektes, in der sogar auf den Bebauungsplan Einfluss genommen werden konnte. Unsere Forschungsarbeit begann erst nach Abschluss der Genehmi­gungsplanung. Für zukünftige Projekte arbeiten wir an einem früheren Beginn von projektbegleitender Nachhaltigkeitsberatung, damit von Anfang an alle Beteiligten eine gesamtheitliche Nachhal­tigkeit mitdenken.

Der Forschungsbericht (erhältlich ab Februar 2017) stellt für zukünftige Projekte Hinweise zur Nachahmung bereit.

Weiterführende Links

Die Publikation zum wissenschaftlichen Begleitprojekt wird durch die Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr herausgegeben. Sie kann kostenfrei über das Bestellportal der Bayerischen Staatsregierung bestellt oder heruntergeladen werden.

Link zum Download:

www.bestellen.bayern.de/shoplink/03500205.htm