Energieeffiziente Verfahrenskombinationen beim Wasserrecycling mit dem Ziel der Trinkwasserversorgung

Membranprozesse werden in der weitergehenden Abwasserbehandlung und dem Wasserrecycling eine entscheiden Schlüsselrolle übernehmen. Insbesondere Nanofiltrationsmembranen eignen sich besonders für den Rückhalt von Spurenstoffen von verunreinigten Wasserressourcen, da sie mit einem Drittel des Druckes im Vergleich zu Umkehrosmosemembranen betrieben werden können. Traditionell werden diese Membranen mit aerob biologisch vorbehandeltem Wasser nach einer Mikrofiltration oder Ultrafiltration beschickt. Das Team „Membranverfahren“ erforscht das Foulingverhalten von Ultra- und Nanofiltrationsmembranen, die mit anaerob vorbehandeltem Abwasser beaufschlagt werden. Dabei steht die Charakterisierung der zu behandelnden Lösungen und der sich bildenden Foulingschichten im Vordergrund. Diese Untersuchungen werden im Labormaßstab durchgeführt.

Die Erkenntnisse sind notwendig um neue energetisch günstige Verfahren des Wasserrecyclings zu entwickeln. In semiariden und ariden Standorten weltweit, einschließlich wasserarmer Regionen in Europa ist die Wiederverwendung kommunalen Abwassers nach einer weitergehenden Wasseraufbereitung zur Stützung der Trinkwassergewinnung mittlerweile gut etabliert. Ein signifikanter Nachteil der Prozessvarianten, die in diesen Wasserrecycling Projekten verwendet werden, ist der hohe Energiebedarf und die Generierung von unerwünschten Abfallströmen (Ozone oder Umkehrosmose Konzentrate). Das Team „Membranverfahren“ erforscht daher die Kopplung von biologischen, chemischen und physischen Aufbereitungsprozessen.

Projektleiter Prof. Dr.-Ing. Jörg E. Drewes
Sachbearbeiter Dipl.-Ing. (FH) Nils Horstmeyer, M.Sc.
Finanzierung TUM / Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft, Oswald-Schulze-Stiftung